P O S T K A S T E N
L e s e r p o s t - 03/2010 - 12/2010
08.] Wifo - Anlagen bei Woffleben?
Datum: 25.05.2010
Vorname: Jens
Name: Müller
Kommentar: Hallo, ich finde es gut, wenn sich jemand mit seiner Heimat so beschäftigt. Ich bin seit 2002 Fahrdienstleiter am Bf.
Woffleben und hab schon sehr oft etwas über die ehemaligen Wifo - Anlagen gesucht. Die Stellwerke wurden ja erst mit dem Bau der Wifo und des Bahnhofes Woffleben (vorher nur Blockstelle)
1939/1940 eingerichtet. Was auf manchem Stück Gleis in der Anschlussbahn des heutigen FWN noch mit dem Walzdatum der Schienen nachzuvollziehen ist.
Was mich wundert, bei allen Nachforschungen im Internet über das Lager Dora, wird nirgends die Wifo in Woffleben mit ihrem Anschlussgleis zum Stollensystem des Lagers Dora und zum Tanklager erwähnt, nur immer die Seite von Niedersachswerfen bzw. Nordhausen - Salza. Obwohl die Gleisanlagen des Bahnhof Woffleben und die Wifo, extra für die Versorgung der V- Waffen mit Treibstoff, gebaut wurden. Deshalb freut es mich endlich, mal etwas über die Wofflebener Seite des KZ Dora zu erfahren.
Mit freundlichen Grüßen, Müller Jens
Anbei ein Stimmungsbild des Sonnenuntergangs über Woffleben am 01.07.2009 nach einem Regenschauer.
Antwort: Hallo Herr Müller, das Fotomotiv ist sehr schön.
Der Standort des Stellwerks ist ideal für solche Aufnahmen. Ich selber habe 1984/85 in meiner Lehrzeit dort gelernt. Bei Gewitter fand ich es recht gruselig. Um auf meine Homepage zu kommen. Ich freue mich über Ihre E-Mail, denn bei dem Thema II. Weltkrieg bin ich ständig bemüht neue Fakten offen zu legen. Das mit der Wifo sollte ich noch vertiefen, denn die Leitung der Gedenkstätte Mittelbau Dora ist am Standort Woffleben nicht interessiert. Ich bleibe da dran.Danke für die Idee-Vorlage.
Es grüßt Annett Deistung
Rückantwort: Hallo Frau Deistung
Zur Wifo und zum Lager Dora möchte ich mitteilen, dass im Jahr 2009 ein Stollenzugang von Wofflebener (WIFO) Seite wieder aufgefahren wurde. Dieser wird seit dem von der Firma Pyrotechnik Koch 99726 Niedersachswerfen Am Kohnstein 1,als Sicherheitslager für Feuerwerk und andere Pyrotechnik genutzt.
09.] Korrektur Gipsproduktion VEB Leuna-Werke
Datum: 24.06.2010
Vorname: Daniel
Name: Junker
Kommentar:
Hallo Frau Deistung, ich habe mir Ihre nette Internetseite über Woffleben angesehen. Sehr schön! Eine unkorrekte Zahl ist mir allerdings dabei
aufgefallen, die Sie ggf. korrigieren können: Unter dem Register "Anhydrit+Wassr=Gips" schreiben Sie, dass das Abbauvolumen des VEB LEUNA-WERKE, Gipswerk Niedersachswerfen, 60.000 Tonnen pro
Jahr betrug. Das ist viel zu wenig! Tatsächlich wurden etwa 2 Millionen Tonnen pro Jahr abgebaut! Die
entsprechende fehlerhafte Zahl wurde durch mich auch bereits bei Wikipedia zur Anzeige gebracht und ist inzwischen korrigiert worden.
Viele Grüße aus Nordhausen
Antwort: Hallo Herr Junker, danke für Ihren Hinweis. Da Wikipedia als freies Lexikon nicht Fehlerfrei sein kann, bin ich froh, wenn solche Tipps von den Besuchern der Homepage kommen. Ich werde umgehend eine Korrektur vornehmen.
Es grüßt Sie Annett Deistung aus Woffleben.
Korrektur-Antwort: Hallo Herr Junker, schon am 29.11.2010 habe ich auf meiner Homepage zum Artikel Kohnstein die Korrektur vorgenommen. Ich wollte Ihnen nochmals für Ihren Tipp danken
Mit freundlichen Grüßen Annett Deistung aus Woffleben
10.] Wann wurde Woffleben besetzt?
Datum: 05.08.2010
Vorname: Hannes
Name: Rohr
Kommentar: Sehr geehrte Damen und Herren.
Als erstes muss ich Ihnen mein Lob aussprechen, es ist mehr als bewundernswert, dass sich eine "Privatperson" soviel Arbeit über seine Ortschaft macht. Weiter so!!!
Ich bin im Zuge von Recherchen für eine Arbeit über den 2. Weltkrieg auf ein pikantes Detail gestoßen, bei dem Sie mir vielleicht weiterhelfen können.
Ich bin auf dieser Quelle " http://de.wikipedia.org/wiki/Woffleben " (nicht sehr vertrauenswürdig, aber leider die einzige! ) auf das Datum "6. Mai 1945" gestoßen, an dem der Ort Woffleben von Amerikanischen Truppen besetzt worden sein soll.
Jetzt meine Frage: Warum wurde Woffleben, wenn die Quelle denn stimmt, erst am 6. Mai 1945 besetzt, wenn Orte wie Nordhausen oder das Kz-Aussenlager Dora bereits am 11.April 1945 besetzt bzw. befreit wurden. Ich hoffe, Sie können mir vielleicht in diesem Fall weiterhelfen und über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen Hannes Rohr
Antwort: Hallo Herr Rohr,
danke für Ihr Interesse an meiner Homepage. Da ich nur in meiner Freizeit für die Homepage recherchiere, bin ich auf Fakten aus öffentlichen Unterlagen angewiesen. Als Außenstehender haben Sie den Blick frei für Ungereimtheiten.
Das Datum > 06. Mai 1945 < steht so in der Ortschronik von Woffleben, die nach der Wende von ABM - Mitarbeitern handschriftlich erstellt wurde. Das Thema werde ich weiter recherchieren, da ich auf jeden Fall die korrekten Fakten für die Nachwelt erhalten möchte.
P.S. Den Haupteintrag auf Wikipedia zu Woffleben habe ich unter dem Namen > Tochter Wofflebens < eingetragen.
Gerne melde ich mich mit neuen Fakten wieder. Liebe Grüße Annett Deistung
Rückantwort: Sehr geehrte Frau Deistung.
Vielen Danke für Ihr rasches Antworten und Ihre Mithilfe. Sollten Sie noch etwas bezüglich des "Besetzungsdatums" herausfinden, wäre ich Ihnen extrem dankbar, wenn Sie mich darüber informieren könnten. Allerdings hab ich noch eine Frage!
Sie haben sich doch auch sicher mit der Anlage "Anhydrit" (Projekt B3a und B3b) im Himmelberg beschäfftigt. (mir ist klar das so etwas eigentlich niemand mehr wissen kann, aber trotzdem meine Frage) Wissen Sie vielleicht, ob es, bevor diese Anlage von den Alleierten eingenommen wurde, in oder rund um die Stollen kleinere Sprengungen gab? (ca. 1-7 Tage zuvor? ) Ich bedanke mich nochmals für Ihr großartiges Arangement und Ihre Hilfe!!
mit freundlichsten Grüßen Hannes Rohr
11.] Lehrerin Brigitta Müller
Datum: 30.08.2010
Vorname: Jörg
Name: Müller
Kommentar: Hallo Frau Deistung, mein Name ist Jörg Müller und ich recherchiere grade für den 60. Geburtstag meiner Mutter Brigitta
Müller. Sie war lange Jahre Lehrerin an der Schule in Woffleben. Ich suche nunmehr Weggefährten, Bilder und Dokumente aus diese Zeit. Sie hat meines Wissens nach von 1975 bis 1990 an der Schule
unterrichtet. Wenn Sie Material besitzen, welches mir hierbei weiterhelfen könnte, wäre ich Ihnen dankbar für eine Rückmeldung. Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich schon im voraus und
verbleibe
mit freundlichen Grüßen Jörg Müller
Antwort: Hallo Herr Müller,
leider habe ich keine weiteren Infos zur Schule. Ein Tipp von mir: rufen Sie doch mal ehemalige Kollegen, wie Brunhilde Kohls, Herrn Roschlau, oder Herrn Warnecke an. Die wohnen in Woffleben und stehen bestimmt auch im Telefonbuch.
Viel Glück beim Recherchieren wünscht Annett Deistung, Woffleben
12.] Pfarrer Friedrich Schreiber
Datum: 11.10.2010
Vorname: Manfred
Name: Schreiber
Kommentar: Guten Tag,
mein Name ist Manfred Schreiber. Ich bin 1944 in Halle an der Saale geboren. Ich bin zufällig auf diese Homepage http://woffleben-online.jimdo.com/ gestoßen.
Mein Großvater Friedrich Schreiber war Pfarrer in Woffleben, etwa von 1920 - 1930 bis zu seinem Tod 1950. Als kleiner Bub habe ich nachdem Krieg von Halle aus, wo meine Mutter lebte, die Großeltern einige Male für mehrere Wochen besucht und wohnte dann bei ihnen im Pfarrhaus Woffleben.
Mein Vater Theodor Schreiber und sein Bruder Friedrich (Friedel) Schreiber sowie die Schwestern Maria (Mariele) und Ruth verbrachten dort ihre Jugend. Bald nach 1950 war niemand mehr von der Familie im Pfarrhaus. Meine Großmutter lebte danach in Halle in einem evangelischen Stift.
Mein Vater Theodor fiel gegen Kriegsende. Sein Name ist auf dem Gedenkstein auf der Kirchwiese in Woffleben eingetragen. Schon in seiner Jugend war er (leider) einbegeisterter Anhänger des Nationalsozialismus und auch der örtliche HJ-Führer.
Ich habe sehr lebhafte Erinnerungen an meine Kindertage im Wofflebener Pfarrhaus. Das dörfliche Leben und die behütete Welt des Pfarrhauses war für mich als Stadtkind eine Wohltat. Wenn ich an das Lied "Der Mond ist aufgegangen" von M. Claudius denke, gesungen von der schönen Stimme meiner Tante Maria, so habe ich immer den Blick auf die Wiesen Richtung Kohnstein vor Augen, den Geruch von Kartoffelfeuer in der Nase und den dunklen Wald auf dem Kohnstein im Blick. (Damals nicht, aber heute weiß ich, dass sich im Kohnstein ein Konzentrationslager befand, das berüchtigte Lager "Dora" für die Produktion der "Wunderwaffe"V2)).
Mein Großvater ließ ein Bild des Pfarrhauses anfertigen, ein großes Gemälde, welches ich eines Tages von meiner Tante Maria vererbt bekam. Es hängt noch heute über dem Wohnzimmertisch meiner Familie. Damit drücke ich die innere Verbundenheit an diesen Ort meiner Kindheit aus.
Mein letzter Besuch Wofflebens war vor 2 Jahren. Da fand ich noch den Grabstein meines Großvaters vor dem Eingang der Kirche. Außer dem Gemälde des Pfarrhauses und der (von Friedrich II angeordneten Bau) der Kirche habe ich nur noch ein paar Fotos aus jenen Tagen in Woffleben. Mein Onkel Friedrich Schreiber dürfte aber noch mehr Erinnerungsstücke aus der Wofflebener Zeit haben. Er lebt 95-jährig im Vogler in Niedersachsen in Kirchbrak, Ortsteil Breitenkamp.
Ich würde mich freuen, wenn es aus der Ortchronik Wofflebens vielleicht auch etwas über unsere Familie zu berichten gibt.
Mit freundlichen Grüßen Manfred Schreiber
Antwort: Hallo Herr Schreiber!
Heute möchte ich mich für ihr Schreiben bedanken. Das ist eine sehr interessante Geschichte über Ihre Familie. Gerne werde ich unter dem Thema Kirche einen Artikel dazu einstellen. Bitte haben Sie etwas Geduld mit mir. Ich werde auf jeden Fall nochmal Kontakt mit Ihnen aufnehmen. Liebe Grüße aus Woffleben Annett Deistung
13.] Königin Mathilde - Königliches Gut in Woffleben
Datum: 12.10.2010
Vorname: Christel
Name: Marchlewski
Kommentar: Hallo, ich beschäftige mich mit dem Wittum der Königin Mathilde.
In den urkundlichen Angaben heißt es immer nur, dass Heinrich I seiner Frau den Zehnten der Einnahmen schenkte. Leider kann ich gar nichts über das "damalige Woffleben" in irgendwelchen Büchern finden. Um meine Angaben aber korrekt zu haben, möchte ich anfragen, ob Ihnen irgendwelche historische Angaben, woher die Einnahmen stammten, bekannt sind. Es müsste ja eigentlichein (Königliches) Gut gegeben haben, auf dem diese Einnahmenerwirtschaftet wurden. Finden sich Hinweise auf ein solches in Woffleben?
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie mir helfen könnten. Jeder noch so kleiner Hinweis könnte von Bedeutung sein. Im voraus schon meinen herzlichsten Dank.
Mit freundlichem Gruß Christel Marchlewski
Antwort: Hallo Frau Marchlewski!
Das ist eine sehr interessante Frage und meine kurze Recherche hilft Ihnen vielleicht weiter.
Auch der Name „Nordhausen“ wird das erste Mal am 13. Mai 927 urkundlich erwähnt.
In einem Artikel zur Chronik der Stadt Nordhausen ist Auszugsweise folgendes zu lesen:
>>Das ist der Tag, an dem Heinrich I. sein „Eigengut“ in Nordhausen seiner Gemahlin Mathilde vermacht. 929 bekommt Mathilde dann auch noch sämtliche Einkünfte, Insassen und Leibeigenen überlassen. So kann sie sofort ans Werk gehen, um sich ihren großen Wunsch, die Gründung eines Damenstiftes in unmittelbarer Nähe der Königspfalz zu erfüllen.<<
Leider kann ich keine weiteren Angaben dazu machen und verbleibe
mit freundlichen grüßen Annett Deistung aus Woffleben
14.] Stollenplan Himmelsberg
Datum: 09.11.2010
Vorname: Ronny
Name: Dörfer
Kommentar: 09.11.2010
Hallo Annett Deistung, mit Interesse habe ich ihre Seite über Woffleben gelesen.
Mein Name ist Ronny Dörfer, ich arbeite im Vorstand des Geschichts- und Forschungsvereins Walpersberg e.V.. Eines unserer Vereinsziele ist die geschichtliche Aufarbeitung der Vorgänge am und im Walpersberg. Dort sollte während der NS-Herrschaft eine riesige Flugzeugproduktionsanlage entstehen.
>Auf der Suche nach Informationen für ein Buchprojekt zum Thema SS-Bauverwaltung B3a und B3b bin ich auf ihre Seite gestoßen.<
Im Bilderteil ist der Stollenplan von B3a+B3b mit dem Hinweis Privat veröffentlicht. Als Quelle wird die Ortschronik Woffleben angegeben. Nun zur eigentlichen Frage: Wo kann ich eine Kopie dieses Planes beziehen? Muss ich mich dazu an die Gemeinde direkt wenden oder bin ich da bei Ihnen "richtig"? Selbstverständlich werden entstehende Unkostenerstattet.
Freue mich auf eine Rückantwort. Viele Grüße Ronny Dörfer
Antwort: Sehr geehrter Herr Dörfer,
ich freue mich über Ihr Interesse. Das Foto habe ich unter Aufsicht der die Chronik verwalten-
den Person abfotografiert. Sicher wäre es besser, wenn Sie mit der KZ Gedenkstätte Mittelbau-Dora Kontakt aufnehmen. Ich selber habe im Moment kaum Zeit für Recherchen.
Was mich bei meinen ganzen Recherchen immer wieder aufhält ist die Frage, ob ich bei der Veröffentlichung irgendein Nutzungsrecht verletze. Scheinbar steht die materielle Ausbeutung der Geschichte über meinem Wunsch, das vorhandene Wissen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Mit freundlichen Grüßen Annett Deistung
Rückantwort: Hallo Frau Deistung,
"Ihr" Problem ist auch unseres. Wir wollen selbstverständlich keine Nutzungsrechte verletzen. Deshalb ja meine Frag an Sie. Ich bin davon ausgegangen das dieses Dokument bei Ihnen im Original vorliegt. Da ja Privat darauf steht. Dieser Plan liegt also im Archiv von Dora? Können Sie mir dort einen AP nennen?
Vielen Dank für die Mühe. Mit freundlichen Grüßen Ronny Dörfer
W O F F L E B E N