S U L F A T K A R S T - L A N D S C H A F T
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Das Wasser der KOHNSTEINSCHWINDE
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- Start : Schrebergärten von Woffleben (210 Hm)
- Ziel : Bungalow-Siedlung in Hörningen (300 Hm)
- Strecke : ca. 4 km in S-Richtung, verlangt Trittsicherheit
- Gehzeit : Wandertour von gut 2,5 Stunden
- Wegsamkeit : nicht für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet
Wanderung zur Quelle des Kohnstein-Schwinde-Bachs
Von Woffleben aus beginnt die Tour bei den Schrebergärten an der Guderslebener Straße. In Richtung Osten geht es unterhalb der Schienen entlang und vor dem Feld nach rechts immer der unbefestigten Straße folgend. Am Heiligen Winkel überquert man die Wieda, die im Sommer oft ausgetrocknet liegt. Hier wächst die Neophyte Chinesisches Springkraut.
Auf der rechten Seite stehen
– mit der Zeit zugewachsen –
Zeitzeugnisse des II. Weltkriegs;
der Damm rechter Hand war
einst ein Schutzwall und ist
heute mit hellblau leuchtendem
Storchschnabel bewachsen.
Die Route führt direkt auf den
Hageborn zu, wo sich der Weg teilt.
Nach rechts geht es nun weiter
in Richtung stillgelegten
Steinbruch „Hohe Schleife“
(bitte nicht betreten,
da die Hänge ständig nachrutschen).
Rechts am Steinbruch vorbei,
wobei der Gipsweg von
Niederholz gesäumt wird,
führt der Weg direkt
zur Kohnsteinschwinde im Wald.
- hier befand sich einst die
Kuntzenhöhle -
Standort Kohnsteinschwinde
Der Kohnstein ist die größte Wunde
in unserer Landschaft. In den letzten
Jahrzehnten wurde der Berg mit
seiner über 200 m Mächtigkeit an Anhydrit
fast vollständig abgebaut. An der
Kohnsteinschwinde trifft der
Schwinde-Bach auf verkarstungs-
fähiges Werraanhydrit
und fließt unterirdisch weiter.
Zum Video: Die Region am Kohnstein ist verkarstet. Überall entspringen kleine und große Quellen. Gegenüber der Hageleite in Richtung Niedersalza befindet sich eine davon. Auf ihrem Weg ins Schwindenloch (wird fachlich Ponor genannt) an der Westflanke des Kohnsteins sammelt sie die Wässerchen der kleinen Nebenquellen und so entsteht ein nur im Sommer fast versiegender Bach.
Am 03. März 2011 war dieser Bachlauf durch die schon wochenlang anhaltende Kälte von nachts um
die – 10° C zugefroren. Doch darunter plätscherte ein kleines Rinnsal.
Jetzt geht es durch den Wald in
SW-Richtung, wobei der Bach rechterhand
unserem Ziel entspringt. Vorbei an
moorigen Karstquellen und Quellen aus
einer Zechstein – Buntsandsteinschicht
beginnt ein „Pfadfinder“-Weg durch den
Buchenwald. Ein vor Jahren von
ABM-Kräften angelegter schöner
Wanderweg ist in nur kurzer Zeit
von der Natur zurückerobert worden.
Umgestürzte entwurzelte Bäume,
kaputte Brücken und fehlende Geländer
erfordern Vorsicht und Trittsicherheit.
Wer es schafft, den erwartet am Ziel,
durch ein Geländer gesichert, die
moorastige Quelle des
Kohnstein-Schwinde-Bachs.
Als weiteres Ziel empfehle ich die
„Besteigung" der Sattelköpfe im NSG 314.
Dieses Schild ist bei Hörningen
in der Nähe der Kleingartenanlage angebracht.
Leider nimmt die
AGRAR GmbH Mauderode
keine Rücksicht auf die Wanderwege
und hat die Koppel um die Kuhweide
so aufgestellt, dass man nicht daran
vorbeikommt - welche Ignoranz
der Heimischen in Punkto Tourismus!
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- veröffentlicht am: 05.10.2008
- aktualisiert am: 28.11.2010
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