N A T U R S C H U T Z G E B I E T E


 

I N H A L T   dieser Seite

                                                                 veröffentlicht  /  aktualisiert

  • NSG - Himmelsberg                           02.04.2008      30.06.2010
  • NSG - Sattelköpfe                              03.06.2010      31.12.2010             

   


.

Einleitung

N S G - NATURSCHUTZGEBIETE (Stand 09.11.2004)


Begriffserklärung: unter NSG – Naturschutzgebiet versteht man:

 

  • den besonderen Schutz von Natur und Landschaft
  • existierende Biotope, in denen wild lebende Arten erhalten, entwickelt und  wiederhergestellt werden sollen
  • Flächen können auch ausgewiesen werden, wenn sie aus wissenschaftlichen oder naturgeschichtlichen Gründen, sowie wegen ihrer Seltenheit oder besonderen Schönheit schützenswert sind.

 

 

In den neuen Bundesländern steht

die Waldohreule und in den alten

Bundesländern der Weißkopfseeadler

als Symbol für die Schutzgebiete

festgelegt ist es in § 23 des BnatSchG.

 

Quellen dieser Seite: bfn.de/0316_steckbrief.html, ffh-gebiete.de/ffh-gebiete/, floraweb.de, wikipedia.de, Buch: Steinbachs Großer Pflanzenführer


.

N S G - 3 1 3 - Himmelsberg

.

zugewachsenes Schild am Flurstück Dornhai
zugewachsenes Schild am Flurstück Dornhai

 

Das NSG 313 „Himmelsberg bei Woffleben“ wurde am 02.04.1996 eingerichtet, ist 61,7 ha groß und befindet sich in der Gemeinde Appenrode an der nördlichen (NNO) Gemarkungsgrenze zu Woffleben. Es bildet den westlichen Teil des schildförmigen Zechsteinrückens Mühlberg-Himmelsberg.

 

Die Gipskarstlandschaft wird vor allem geprägt durch:

  • vielfältige Karsterscheinungen
  • auf Kalk vorkommende Rasenarten – wie Kalkmagerrasen, Kalktrockenrasengesellschaft, Blaugrasrasen
  • Basen liebende Flechten- und Moosarten
  • Streuobstwiesen
  • Buchenwaldtypen: Waldmeister- / Orchideen-Kalk- / Hainsimsen-
  • 10 bekannte Fledermausarten – z.B. Großes Mausohr, Fransenfledermaus

Die Vielfalt der Karsterscheinungen und die aus der Landschaft herausragenden Zechsteinerhebungen sollen hier bewahrt werden.

Leider ist vor geraumer Zeit in der nahen Nachbarschaft mit dem Gipsabbau gegonnen worden. Seit Frühjahr 2007 wird aktiv im Tagebau „Woffleben / Himmelsberg / Mittelfeld“ gearbeitet. Der Natur wurden erhebliche irreparable Schäden zugefügt. Jetzt guckt der blanke Felsen hervor, wo einst Buschwindröschen und Leberblümchen im Frühjahr durch das Buchenlaub schoben. Und schon jetzt nach 3 Jahren kann nur noch von Raubbau gesprochen werden, denn es klafft schon einen große Wunde am Berg. Doch eins ist klar, die Natur findet schon einen Weg zur „Genesung“, wenn wir ihr Ruhe und Zeit gönnen. Und vielleicht bietet sich ja auch eine Chance für eine Ansiedlung neuer Arten, denen bisher die optimalen Standortbedingungen fehlten.

 

Gleich neben diesem Tagebau befindet sich die Abbaustätte „Rüsselsee“, eine schon größere Narbe im Zechsteingürtel. Dieser Standort wurde ursprünglich zum Modellprojekt für “nachhaltigen Gipsabbau“ erklärt. Das Projekt ist inzwischen aufgekündigt und es wird aktiv abgebaut. Der große Bruder „Kohnstein“ hingegen ist eine Wunde, die jetzt langsam von der Natur „geheilt“ werden kann.

 


.

N S G - 3 1 4 - S a t t e l k ö p f e

.

 

 

>> zarte Pflänzchen erobern

den verkarsteten Gips auf den

Hörninger Kuppen, wie das

Naturschutzgebiet in Flurkarten

auch bezeichnet wird <<

 

Das NSG 314 „Sattelköpfe“ (Hörninger Kuppen) wurde am 26.04.1996 eingerichtet, ist 127,4 ha groß und liegt südlich von Woffleben in der angrenzenden Gemarkung von Hörningen. Es ist Teil eines über 10 km langen Zechsteinrückens südlich des Wiedatals. Die Gipskarstlandschaft wird vor allem geprägt durch:
- schützenswerte, gefährdete Flora und Fauna
- Trocken- und Halbtrockenrasen 
- Block- und Felsschutthalden und Steilhangbereiche
- Waldtypen: hohen Anteil an Kiefernforst, Waldlabkraut-Eichen-Hainbuchenwald und Hainsimsen-Traubeneichen-Mischwald, sowie im Bereich der Haardt - Blaugras- u. Waldmeister-Buchenwald

Die geomorphologischen Bildungen einer Gipskarstlandschaft, wie Dolinen, Erdfälle, Hohlräume und Trockentälchen sollen hier bewahrt werden.
- hier befinden sich zwei Karststandorte: Igelsumpf ( geschützt seit 26.01.1989 ) und Kohnsteinschwinde (die Beschreibung steht auf der Seite „Wandern im Karstgebiet“



.

NATURSCHUTZ in den Nachbargemeinden

 

Das NSG 72 „Mühlberg“ wurde am 03.07.1996 eingerichtet, ist 61 ha groß und liegt östlich von Woffleben in der Gemarkung Niedersachswerfen und soll hier nur am Rand erwähnt werden. Seine Formation ist durch eine stetig nach Norden ansteigende Kalkrasenlandschaft, die durch Buchenwald abgelöst wird, geprägt. An der oberen Grenze befindet sich ein Steilhang mit ausgeprägten Verwitterungserscheinungen. Es bildet den östlichen Teil des schildförmigen Zechsteinrückens Mühlberg-Himmelsberg.

- unterhalb des Steilhangs befindet sich der Karststandort: Tanzteich

 

Anmerkung: In der ferneren Nachbarschaft befinden sich                                                      

- bei Krimderode das NSG 312 "Rüdigsdorfer Schweiz" ( 298,5 ha groß ) und                          

- bei Ilfeld das NSG 73 "Brandesbachtal" ( 212 ha groß ) mit ihren schützenswerten Habitaten. Näheres kann man bei der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie nachlesen. 



  • veröffentlicht am: 02.04.2008
  • aktualisiert   am: 31.12.2010 


"Man muss nicht alles über Woffleben im Internet lesen können. Und Fotos vom Ort muss man auch nicht

unbedingt veröffentlichen. Die Mühe kannst du dir sparen!" wurde mir unverblümt von einem Woffleber gesagt. 

SCHADE wenn jemand so darüber denkt!

Die Zukunft gehört der digitalen Chronik und ich werde nicht aufhören alles

was ich über Woffleben erfahre oder selbst erlebt habe hier zu veröffentlichen!

 

Es grüßt Annett Deistung aus Woffleben. 


Videos aus Woffleben

         www.youtube.com

         auf dem Kanal von

    WandzeitungWoffleben



* * * * Schreiben Sie mir Ihre Meinung oder sprechen Sie mich an! Ich freue mich über Ihre Meinung. * * * *

Bitte den Code eingeben:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


                               Im Gästebuch werden diese Nachrichten nur auf Wunsch eingetragen.