Anhydrit + Wasser = Gips


 

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Alabastergips aus Rüdigsdorf - jetzt auch Untertage!?


- im Auftrag der BPB Formula Walkenried-Kutzhütte, der deutsche Geschäftsbereich der Firma Saint Gobain Formula

 

Unweit von Rüdigsdorf befindet sich ein außergewöhnliches Gipsgebiet – ein Alabastergipsbruch. Hier sind zwei Schichten Alabasterknollen aus dem Perm (vor 299 – 251 Mio. Jahren) eingelagert. Dabei handelt es sich um einen sehr reinen, weißen Gips, der früher zu Vasen, Figuren und Schmuckelementen verarbeitet wurde. Der Gipsbruch ist Teil des Landschaftsschutzgebietes „Rüdigsdorfer Schweiz". Dieses Naturdenkmal mit historischen Einflüssen soll nun unterhöhlt werden?

 

Das nahe liegende Bergwerksfeld Günzdorf (73 ha Fläche) zwischen Neustadt und Harzungen wurde 2002 mit Zustimmung des Thüringer Oberbergamtes an die Firma BPB Formula Walkenried-Kutzhütte (heute Saint Gobain Formula) verkauft. Schon 2005 beantragte die Firma einen Untertagebau im ausgewiesenen Vogelschutzgebiet. Wegen dem angrenzenden FFH-Gebiet Rüdigsdorfer Schweiz-Harzfelder Holz-Hasenwinkel versucht man so eine Genehmigung zu bekommen.

 

Schlagzeile aus der NNZ: Steinbruchunternehmer bei Probebohrungen ertappt / Dr. Gerald Dehne wollte im Bereich Gräblingstal-Kahleberg heimlich Gipslagerstätten erkunden / P.S. ihm gehört die MPL GmbH in Niedersachsen und erarbeitet für die BPB Formula bzw. Saint-Gobain-Formula (17.05.2009)

 

Im Frühjahr 2010 hat das Thüringer Bergamt nach einer FFH-Verträglichkeitsprüfung einen Untertageabbau bei strikter Beachtung von Schadensbegrenzungsmaßnahmen mit dem Erhaltungsziel der NATURA-2000-Kulisse erlaubt. Wie Landrat Joachim Claus mitteilte ist noch offen, wann der Abbau beginnen wird und welche nachhaltige Auswirkung auf Menschen und Region zu erwarten ist.


Auszug aus der NNZ: Der Tourismus auf dieser, drei Gemeindegrenzen umfassenden Fläche, käme ebenso wie die Naherholung völlig zum Erliegen, so die einhellige Meinung der teilnehmenden Interessierten. Sie hörten mit Entsetzen, dass 30.000 t Gips pro Jahr abgefahren werden, wobei diese Zahl jederzeit beliebig gesteigert werden kann. Damit verbunden ist der Ausbau der bisherigen Feldwege, die von zahlreichen Radfahrern und Spaziergängern genutzt werden, zu asphaltierten Transportrouten für große LKWs.
Die Wiese des Markttales erhielte einen geschotterten Fahrweg, rechts und links des Tales würden Stollen in den Berg getrieben. Was nicht nur wie ein Albtraum erscheint, sondern auch zur Realität gehört, ist die Aussage des Thüringer Bergamtes, der Abbau wäre im Untertagebau mit dem unter europäischem Schutz stehenden Gebiet naturverträglich zu gestalten. (12.05.2010)

 

FAZIT: Landkreis und Kommunen sind sich einig, es gibt genügend Rohstoff in vorhanden Tagebauen in dieser Region. (NNZ-Forum vom 26.03.2010)

 

Quellen: Neue Nordhäuser Zeitung - NNZ, saintgobainformula.com, harzregion.de (Landmarke 7),

 


Alle Artikel dieser Seite wurden recherchiert und verfasst von Annett Deistung, Woffleben.



"Man muss nicht alles über Woffleben im Internet lesen können. Und Fotos vom Ort muss man auch nicht

unbedingt veröffentlichen. Die Mühe kannst du dir sparen!" wurde mir unverblümt von einem Woffleber gesagt. 

SCHADE wenn jemand so darüber denkt!

Die Zukunft gehört der digitalen Chronik und ich werde nicht aufhören alles

was ich über Woffleben erfahre oder selbst hier erlebt/gesehen habe zu veröffentlichen!

 

Es grüßt Annett Deistung aus Woffleben. 


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