Anhydrit + Wasser = Gips


 

  • veröffentlicht am: 14.04.2010
  • aktualisiert   am: 29.11.2010

 


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Steinbruch „Hohe Schleife“ am Hagenberg – nur stillgelegt?

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- gehört z.Z. der Remondis AG aus Lünen (ehem. Südharzer Gipswerk SHG Ellrich)

 

Still liegt er da, dieser Tagebau in Woffleben an der Nord-West-Flanke des Kohnsteinmassiv. Sein Name wurde von dem gleichnamigen Flurstück Hohe Schleife geprägt, welches direkt zwischen Hagenberg und Knochental liegt. In einer Flurkarte von 1953 sind die Flurstücke 69 – 72 schon als Steinbruch ausgewiesen.


Vor Jahren baute hier in der Woffleber Gemarkung die Südharzer Gipswerk (SHG) GmbH Ellrich Gipsgestein ab, aber dann kam alles anders. Das Ellricher Werk wird von der Heidelberger Zement / Maxit AG gekauft und steht 2003 vor der Pleite. Doch der Besitzer hat inzwischen schon wieder gewechselt.

Im Januar 2009 übernimmt die Remondis AG & Co KG aus Lünen das SHG in Ellrich mit allen 6 Steinbrüchen – auch „Hohe Schleife“ in Woffleben.

Jetzt kann man sich nur fragen was die Zukunft bringt. Eins steht fest: solange noch eine kleine Restabbaufläche an Gips vorhanden ist, wird auch keine Renaturierung begonnen.

FAZIT: Weil die Bodenschätze fast ausgeschöpft und die Bagger abgezogen sind, ist wieder Ruhe am Berg. Hier klafft eine große offene Wunde an seiner Flanke und man glaubt den Schmerz zu spüren.

Doch schon beginnen die natürlichen Heilmittel zu wirken, so dass zaghaft wieder Leben zurückkehrt und wie durch Zauberkraft beginnt Mutter Natur ihre Kinder auszusäen. Auch kreucht und fleucht, wimmelt und summt es wieder.

Die Natur darf nicht ein zweites Mal der Verlierer sein!

 

Meinung der Redaktion: Auf diesem Bild sieht man wunderbar, wie die Natur aus eigener Kraft den Woffleber Steinbruch "Hohe Schleife" zum Leben erweckt hat. Ein kleiner Sieg ist so schon errungen.

 

Zitat: Der Abbau nicht regenerierbarer Rohstoffe im Tagebau wie Kies und Sand, Dolomit und insbesondere Gips und Anhydrit und die damit verbundene Zerstörung der (Karst-) Landschaft stellen den schwer wiegendsten Interessenkonflikt zwischen einem schonenden Umgang mit dieser sensiblen und touristisch hoch attraktiven Landschaft und Wirtschaftsinteressen dar. – Gesellschaft zur Förderung des Biosphärenreservates Südharz e.V. in Göttingen  

Quellen: naturschatz.org, Firmenseite von REMONDIS, Flurkarten Woffleben von 1953 in eigenem Privatbesitz, AHO - Thüringen

 


Alle Artikel dieser Seite wurden recherchiert und verfasst von Annett Deistung, Woffleben.



"Man muss nicht alles über Woffleben im Internet lesen können. Und Fotos vom Ort muss man auch nicht

unbedingt veröffentlichen. Die Mühe kannst du dir sparen!" wurde mir unverblümt von einem Woffleber gesagt. 

SCHADE wenn jemand so darüber denkt!

Die Zukunft gehört der digitalen Chronik und ich werde nicht aufhören alles

was ich über Woffleben erfahre oder selbst erlebt habe hier zu veröffentlichen!

 

Es grüßt Annett Deistung aus Woffleben. 


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