WANDERN in DEUTSCHLAND

Der Karstwanderweg am Südharzrand


 

Der länderübergreifende >> K a r s t w a n d e r w e g <<

- markiert durch das weiß-rot-gestreifte Schild mit dem weißen K  -

verläuft am Südharzrand und durchquert die drei Bundesländer

Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

 

 

Schon 1982 wurde der „Grundstein“ im Karstmuseum Heimkehle gelegt und seit 1996 wird das Wegenetz durch die Landkreise Osterode, Nordhausen und Sangerhausen vollständig eingerichtet und erweitert.

 

Auf den 254 km Länge von Förste bei Osterode/Harz im Westen über Gudersleben bei Nordhausen nach Pölsfelde bei Sangerhausen im Osten kann man zahlreiche Höhle erforschen, Karstquellen entdecken und Wasser „verschwinden“ sehen.

Auf den 200 Erläuterungstafeln stehen interessante Informationen zum jeweiligen Karststandort und natürlich das typische Karstgestein, sowie über Erdfälle, Dolinen, Karstkegel und Schlotten.

 

 

Die weißen Gesteinsformationen im Südharz bestehen aus verkarstetem sprödem Anhydrit und dem daraus entstandenen weichen

Gips (Anhydrit + viel Wasser = Gips), zusammenfassend als Sulfatgestein bezeichnet. Diese Gesteine lagerten sich alSchlämme schon

vor 240 Mio Jahren im Zechsteinmeer ab. Durch Überlagerungsdruck entstand Gips und durch die jahrmillionen lange Entwässerung entstand Anhydrit. Erst durch die Gebirgsbewegung und die Entstehung des Harzgebirge gelang das Anhydrit an die Erdoberfläche und wird nun in Folge der Verkarstung wieder zu Gips.

Diese Karsterscheinungen sind Folge einer unterirdischen Entwässerung unserer Regionen. Dabei ist anzumerken, das sich zwei Gramm Gips in einem Liter Wasser auflösen und damit die Verkarstung entsteht.

 

 

So entsteht seit Jahrtausenden eine für Europa einzigartige Landschaft.

 

Der Konflikt entsteht dadurch, dass durch die industrielle Nutzung - dem Abbau von Gips und Anhydrit - diese Landschaft empfindlich zerstört wird. Das einzigartige Zusammenspiel von Gestein, Flora und Fauna wird gestört und die Rekultivierung der Landschaft geht

nur sehr langsam voran. Doch die Natur hat ihre eigenen Gesetze und wird einen Weg zur Selbstheilung finden!

 

 

Wer Anregungen zur Wegegestaltung des Karstwanderweges oder

Informationen zum Wegezustand mitteilen möchte, der kann dies

telefonisch unter 03631 / 911 259 oder

per eMail an wandern-kww-ilkndh@online.de vorbringen.

 


Quellwasser am Hagenberg


 

Der unbefestigte Fahrweg vom Hagenborn zur Wieda wird von den Quellwassern gerne als Flussbett genutzt. Das Bächlein fließt meistens bis zur Wiese am Heiligen Winkel und versickert dort. Eine Rinne direkt an der Quelle führt direkt über die Straße. Doch die Natur hat ihre eigenen Gesetze und sucht sich einen eigenen Weg, wie man im Video sehen kann.