WANDERN rund um WOFFLEBEN

Das Wasser der KOHNSTEINSCHWINDE - Fotos, Recherchen, Wanderrouten


Foto-Standort: Weg rechts am Hagenberg vorbei
Foto-Standort: Weg rechts am Hagenberg vorbei

 

Von Woffleben aus beginnt die Tour bei den Schrebergärten an der Guderslebener Straße. In Richtung Osten geht es unterhalb der Schienen entlang und vor dem Feld nach rechts immer der unbefestigten Straße folgend. Am Heiligen Winkel überquert man die Wieda, die im Sommer oft ausgetrocknet liegt. Hier wächst das Neophyt Chinesisches Springkraut. 

 

 

 

Auf der rechten Seite stehen

– mit der Zeit zugewachsen –

Zeitzeugnisse des II. Weltkriegs;

der Damm rechter Hand war

einst ein Schutzwall und ist

heute mit hellblau leuchtendem

Storchschnabel bewachsen.

 

 

Die Route führt direkt auf den

Hageborn zu, wo sich der Weg teilt.

Nach rechts geht es nun weiter

in Richtung stillgelegten

Steinbruch „Hohe Schleife“

(bitte nicht betreten,

da die Hänge ständig nachrutschen).

 

 

 

Rechts am Steinbruch vorbei,

wobei der Gipsweg von

Niederholz gesäumt wird,

führt der Weg direkt

zur Kohnsteinschwinde im Wald.  

- hier befindet sich unmittelbar die

Kuntzenhöhle -

Standort Kohnsteinschwinde
Standort Kohnsteinschwinde

 

 

Der Kohnstein ist die größte Wunde

in unserer Landschaft. In den letzten

Jahrzehnten wurde der Berg mit

seiner über 200 m Mächtigkeit an Anhydrit

fast vollständig abgebaut. An der

Kohnsteinschwinde trifft der

Schwinde-Bach auf verkarstungs-

fähiges Werraanhydrit

und fließt unterirdisch weiter.

Zum Video: Die Region am Kohnstein ist verkarstet. Überall entspringen kleine und große Quellen. Gegenüber der Hageleite in Richtung Niedersalza befindet sich eine davon. Auf ihrem Weg ins Schwindenloch (wird fachlich Ponor genannt) an der Westflanke des Kohnsteins sammelt sie die Wässerchen der kleinen Nebenquellen und so entsteht ein nur im Sommer fast versiegender Bach.

Am 03. März 2011 war dieser Bachlauf durch die schon wochenlang anhaltende Kälte von nachts um die – 10° C zugefroren. Doch darunter plätscherte ein kleines Rinnsal.

 


 

 

Das ungesättigte Wasser löst sofort

den Gips auf und führt im Berginneren

zur Höhlenbildung. ACHTUNG!

> Die Öffnung des Schwindenlochs

ist für Höhlenforscher unpassierbar. <

 

Solche Eingänge

zu nicht begehbaren Höhlen

werden auch Wasserschluckloch

(Ponor) genannt.

 

 

Jetzt geht es durch den Wald in

SW-Richtung, wobei der Bach rechterhand

unserem Ziel entspringt. Vorbei an

moorigen Karstquellen und Quellen aus

einer Zechstein – Buntsandsteinschicht

beginnt ein „Pfadfinder“-Weg durch den

Buchenwald. Ein vor Jahren von

ABM-Kräften angelegter schöner

Wanderweg ist in nur kurzer Zeit

von der Natur zurückerobert worden.

 

 

Umgestürzte entwurzelte Bäume,

kaputte Brücken und fehlende Geländer

erfordern Vorsicht und Trittsicherheit.

Wer es schafft, den erwartet am Ziel,

durch ein Geländer gesichert, die

moorastige Quelle des  

Kohnstein-Schwinde-Bachs.

Als weiteres Ziel empfehle ich die

„Besteigung" der Sattelköpfe im NSG 314.

 

 

 

Dieses Schild ist bei Hörningen

in der Nähe der Kleingartenanlage angebracht.