Wandern in der Woffleber Gemarkung

Über Stock und Stein


Die Wieda - Karstphänomen mit Zeitgeschichte

  • Start                  Brücke der Landstraße L2067 nach Hörningen (210 Hm)
  • Ziel                     hinter der Brücke zum Kohnstein (210 Hm)
  • Strecke             ca. 2 km in SO-Richtung, verlangt Trittsicherheit
  • Gehzeit             Wandertour von gut 100 min
  • Wegsamkeit   nicht für Kinderwagen und Rollstuhl geeignet

 

Jedes Jahr trocknen in heißen

Regionen unserer Erde die Flüsse aus.

 

Bei uns auch?

 

Nicht ganz, denn die Wieda ist ein Flüsschen, das sich durch ein Karst-gebiet schlängelt.

 

> So friedlich wie auf dem Bild ist sie nicht bei Hochwasser. <

 

Die  Wieda   entspringt  in   Niedersachsen oberhalb des Ortes Wieda. Wenn es wenig

regnet, trocknet  der  Fluss  nicht  wirklich aus. Es fließt  unterirdisch  weiter.

 

Wissenschaftlich  wurde  das zutage Treten des Wassers nach 9 Monaten

im Salzaspring beobachtet.

 

Vereinzelte   Wasserlöcher   treten  jedoch im Flussbett  immer wieder  zu Tage.

 

Auf     dem     Weg     Richtung     Kohnstein

versickert   das   Wasser   im  eiszeitlichen Schotter.      In       tieferen      verkarsteten Schichten  eines   Zechsteinriffs  fließt  es größten  Teils  unterirdisch  weiter.

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Nach  dem  Klettern   ins  trockene  Fluss- bett führt der Weg zwischen  Galgenberg links und  Mühlberg / Aschertal  rechts in

östliche  Richtung. 

 

> Meine "Allee der Kieselsteine" .<

 

Mit festem Schuhwerk und Trittsicherheit kann  man  auf   Entdeckungstour   gehen.

 

Die natürlich ausgespülten Kurven bieten einen   Blick  auf    die  Sedimentschichten der  Wieda-Aue.

 

> Im Hintergrund ist das Flurstück "Große Mühlberg" von Woffleben zu sehen.<

 

 

 

 

Rundgeschliffenen    Kieselsteine   im trockenen Flussbett  lassen erahnen, dass es hier auch starke Strömungen geben kann.

 

Bei starkem Winterregen tritt die Wieda auch    schon     mal     übers    Ufer    und überflutet  die  angrenzenden Schreber-gärten und Äcker.

 

 

      > Es geht auch höher als auf diesem Foto. Ein Video vom Hochwasser am 13.11.2010 ist ganz unten auf der Seite eingebunden. <

 

 

Bevor   der   Weg   von   größeren   Wasser- stellen  verengt   wird,  gibt  es  viele  stim-mungsvolle       Impressionen       zwischen Kuhrasen   links  und   Knickelberg   rechts

zu entdecken.

 

Festes   und     wasserdichtes    Schuhwerk sind vorteilhaft,  denn das Klettern in und aus der  Wieda wird  abenteurlich!

 

> Auf dem Foto glaubt man,

gleich kommt das Wasser.<

 

 

 

Auf  Höhe  der  Schützenbreite  fließt  die Wieda  größtenteils bis  zur Einmündung in die  Zorge wieder  oberirdisch.

 

> Hier ist die Gemarkungsgrenze

zu Niedersachswerfen. <


Die Brücken über die Wieda in der Gemarkung Woffleben


Invasive Pflanzen an der Uferböschung


SPUREN DER GESCHICHTE

 

Eine   Ruine   aus   dem   II.Weltkrieg,   die vermutlich zum Projekt B 17 „Kuckuck II“

gehörte,    steht   am     Ufer     der   Wieda.

 

Geplant    war      eine   Treibstoff-Pipeline

zwischen   Kohnstein   und   Kammerforst (Gemarkungsgrenze  Ellrich)  mit   Abfüll-station   und  Verladebahnhof   unterhalb der E llricher Klippen.

 

(Details stehen im Artikel

- Der II. Weltkrieg)

 

 

Hier stehen Ruinen der Grundmauern von Projekt   B 12   aus  dem  II. Weltkrieg – ein

Erweiterungsplan   des   Mittelwerk I   zum Raketenbau.

 

Es handelte sich um ein Baracken-Neben-lager des KZ-Außenlagers „Juliushütte“ in

Ellrich  mit  der  Lagernummer 869,  deren Häftlinge   die  Nachtschicht   von   Projekt

B 12 „Kaolin“  waren.

 

 

 

> Die Natur versteckt die Ruinen, bis in der Zukunft auch die letzten Spuren verschwunden sind. <

 

Dieses SS-Außenkommando des KZ Mittelbau - Dora wurde nach drei Monaten am

04.04.1945 von der SS aufgelöst und die Häftlinge in Güterwaggons gepfercht nach

Bergen-Belsen abtransportiert.


Impressionen aus dem Flussbett der Wieda


Wieda - Hochwasser

 

Der starke Regen am 12./13.11.2010 hat den im Sommer oft ausgetrockneten (fließt unterirdisch weiter) Karstfluss Wieda in Woffleben über die Ufer treten lassen. Wie das Wasser am 14.11. wieder von den Feldern zurück ins Flussbett fließt zeigt der nachfolgende Kurzfilm.

 

Ein Kurzfilm vom Zorgepegel ist unter > WANDERPFADE - Die Brücken der Zorge < zu finden.




"Man muss nicht alles über Woffleben im Internet lesen können. Und Fotos vom Ort muss man auch nicht

unbedingt veröffentlichen. Die Mühe kannst du dir sparen!" wurde mir unverblümt von einem Woffleber gesagt. 

SCHADE wenn jemand so darüber denkt!

Die Zukunft gehört der digitalen Chronik und ich werde nicht aufhören alles

was ich über Woffleben erfahre oder selbst erlebt habe hier zu veröffentlichen!

 

Es grüßt Annett Deistung aus Woffleben. 


Videos aus Woffleben

         www.youtube.com

         auf dem Kanal von

    WandzeitungWoffleben



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